Funktionsweise der Solarheizung

Im Mittelpunkt unserer Solarheizung steht ein großer Schichtenspeicher, in den die von den Sonnenkollektoren gewonnene Energie über eine Volumenstromregelung eingebracht wird. Dabei fließt das Solarwasser langsam durch die Kollektoren, um ausreichend Wärme aufzunehmen.

Die Wärme wird über einen Wärmetauscher an das Pufferwasser abgegeben und verbrauchsabhängig für Heizung oder Trinkwasser genutzt.

Für Duschen und Baden gibt ein weiterer Wärmetauscher die Wärme über die Frischwasserstation im Durchlauferhitzerverfahren an das Trinkwasser ab. Reicht die Solarenergie nicht aus, schaltet sich automatisch der Heizkessel zu. Eine zentral gesteuerte Regelung überwacht und steuert den gesamten Ablauf.

Solar Schaubild

Wärmebedarf: Mehr als nur Warmwasser

Viele glauben, Solaranlagen seien nur für die Warmwasserbereitung geeignet – das ist ein Irrtum. In einem durchschnittlichen Haushalt:

  • 15 % des Wärmebedarfs entfällt auf Warmwasser
  • 85 % werden für Heizung benötigt

Deshalb lohnen sich reine Warmwasseranlagen nur in Gebäuden mit hohem Warmwasserbedarf, z. B. Hotels, Gaststätten oder Sportanlagen. Heizungsunterstützende Solarthermieanlagen hingegen bieten erhebliche Einsparpotenziale.

Ertragsvorschau: Orientierung statt exakte Vorhersage

Eine genaue Prognose der Solarerträge ist nicht möglich. Unsere Simulation basiert auf:

  • dem „Würzburger Haus“ als Referenz
  • mittleren Wetterwerten der letzten 20 Jahre

Die tatsächlichen Werte hängen ab von:

  • Bauweise Ihres Hauses (Dämmung, Fenster, Mauerwerk, Wärmebrücken)
  • Benutzerverhalten (Lüften, Duschen, Warmwasserzirkulation)

Ergebnis: Berechnete Werte dienen als Mittelwert mit Streubreite – z. B. ein Wert von 28,39 % wird realistisch auf 23–31 % geschätzt.

Fazit: Die Ertragsvorschau ist ein Leuchtturm zur Orientierung – sie zeigt die Richtung, ersetzt aber keine exakte Vorhersage.

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