Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Stellen Sie sich einen Kühlschrank vor – nur andersherum. Ihr Kühlschrank entzieht dem Inneren Wärme und gibt sie hinten an die Raumluft ab. Eine Wärmepumpe macht genau das Umgekehrte: Sie holt Wärme von draußen und bringt sie ins Haus. Klingt simpel? Im Prinzip ist es das auch.
Das Besondere daran: Die Wärmepumpe verbrennt nichts. Sie verschiebt Wärme, die in der Luft, im Erdreich oder im Grundwasser bereits vorhanden ist. Dafür braucht sie Strom – aber deutlich weniger, als die erzeugte Wärme wert ist.
Der Kältekreislauf – vier Schritte, einfach erklärt
Im Inneren zirkuliert ein Kältemittel, das schon bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft. Genau das wird genutzt, um Wärme von draußen ins Haus zu transportieren.
| Schritt | Was passiert? | Einfach gesagt |
|---|---|---|
| 1 – Verdampfer | Das Kältemittel nimmt Außenwärme auf und verdampft – selbst bei -10 °C. | Die Wärmepumpe saugt Wärme aus der Umgebung auf. |
| 2 – Verdichter | Das Kältemittelgas wird komprimiert. Druck und Temperatur steigen stark an. | Wie eine Fahrradpumpe: Pumpen erzeugt Wärme. |
| 3 – Verflüssiger | Die Wärme wird ans Heizsystem abgegeben. Das Kältemittel wird wieder flüssig. | Die nutzbare Wärme kommt bei Ihrer Heizung an. |
| 4 – Expansionsventil | Druck sinkt ab, Kältemittel kühlt ab – der Kreislauf beginnt von vorn. | Zurück zum Anfang, der Kreislauf läuft weiter. |
Das Wichtigste auf einen Blick
Aus 1 kWh Strom entstehen 3 bis 5 kWh Wärme – das ist keine Magie, sondern Physik.
Neuere Geräte mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan) schaffen sogar Vorlauftemperaturen bis 75 °C.
Ältere Kältemittel (F-Gase) werden schrittweise verboten – ab 2032 bzw. 2035 gilt das Verkaufsverbot.
R290 hat ein sehr geringes Treibhauspotenzial und ist heute bereits der neue Branchenstandard.
