Was bestimmt, wie gut Ihre Anlage wirklich läuft?
Eine Wärmepumpe kann großartig arbeiten – oder mittelmäßig. Der Unterschied liegt selten am Gerät allein, sondern daran, wie gut alles zusammenspielt. Die Kennzahl, die das in einer Zahl zusammenfasst, heißt Jahresarbeitszahl – kurz JAZ.
Was steckt hinter der JAZ?
JAZ 3,5 heißt: Für jeden eingesetzten Euro Strom bekommt man 3,50 Euro Wärme zurück.
Mindest-JAZ für die staatliche BEG-Förderung seit 2024: 3,0.
Gut geplante Anlagen in sanierten Gebäuden erreichen JAZ 4,0 und mehr.
Jede Senkung der Vorlauftemperatur um 5 °C verbessert die JAZ um ca. 10–15 %.
Die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Effizienz von Wärmepumpen
Bundesverband Wärmepumpe e.V.
Vorlauftemperatur – der größte Hebel überhaupt
Je kühler das Wasser, das in die Heizung fließt, desto entspannter arbeitet die Wärmepumpe. Fußbodenheizungen mit 30–40 °C sind ideal. Altbauten mit alten Heizkörpern brauchen oft 55–65 °C – das geht, kostet aber spürbar mehr Strom. Wir schauen uns das bei Ihnen genau an und finden gemeinsam die beste Lösung.
Wie gut ist Ihr Haus gedämmt?
Ein gut gedämmtes Haus braucht weniger Wärme – und damit eine kleinere, günstigere Wärmepumpe, die länger und effizienter läuft. Gut sanierte Altbauten mit 50–100 kWh/m² Jahreswärmebedarf kommen meist auf JAZ 3,5–4,0. Bei wenig gedämmten Häusern lohnt sich oft erst die Dämmung, dann die Wärmepumpe.
Welche Wärmequelle wird genutzt?
Die Wärmequellen Erdreich und Grundwasser liefern konstantere Temperaturen, während die Temperatur in der Luft stark schwanken kann, sodass z.B. im Winter die Effizienz sinkt.
Richtig dimensioniert oder nicht?
Eine zu große Wärmepumpe schaltet dauernd ein und aus – das ist, als würden Sie immer kurz Gas geben und sofort wieder bremsen: ineffizient und verschleißend. Eine zu kleine Anlage schafft es an richtig kalten Tagen nicht. Wir berechnen Ihre Heizlast exakt nach DIN EN 12831, bevor wir etwas empfehlen.
Strom aus der eigenen Solaranlage?
Eine SG-Ready-fähige Wärmepumpe lädt den Speicher automatisch dann auf, wenn die Sonne scheint – und nutzt günstigen Eigenstrom statt teurem Netzstrom. Das senkt die Betriebskosten deutlich.

