PELLETHEIZUNG

Aufwendiges Heizen mit Holz gehört der Vergangenheit an: Pelletsheizungen bieten den gleichen Komfort wie Öl- oder Gasheizung. Einmal pro Jahr wird per LKW der Bedarf geliefert und binnen weniger Minuten sauber und problemlos in den Lagerraum eingeblasen. Das Entleeren des Aschenbehälters ist nur nach ca. 10 – 12 Wochen notwendig. Die Holzpellets werden in der Heizanlage automatisch vom Lagerraum zum Kessel transportiert und bei Wärmebedarf über ein Heizluftgebläse gezündet.

Vorteile einer Pelletsheizung:

  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Der Wärmeinhalt von Holzpellets im Vergleich zu Öl beträgt 2 kg Pellets zu 1 Liter Öl. (Kosteneinsparungen von über 35-40% gegenüber Gas oder Öl)
  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff
  • Umweltfreundlich
  • Förderung vom Bund

Pellet Jahresbedarf bei Pelletheizungen

Pellets sind stäbchenförmige, aus naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobelspäne, Waldrestholz) gepresste Brennelemente mit einer Länge von 10 – 35 mm und normalerweise 6 mm Durchmesser.
Die Herstellung der Holzpellets erfolgt meist nahe der Rohstoffquelle. Das sind z. B. Säge- und Hobelwerke, in denen als Koppelprodukt Holzabfälle anfallen. Das Material wird unter hohem Druck durch eine Stahlmatrize (Rund- oder Flachmatrize) mit Bohrungen im gewünschten Pelletdurchmesser (je nach Matrize 6 bis 10 mm) gepresst. Durch den Druck findet eine Erwärmung statt, die das im Holz enthaltene Lignin erhitzt und verflüssigt, so dass es als Bindemittel fungiert. Unter Umständen ist eine Zugabe von weiterem Bindemittel (Stärke oder Melasse) mit Anteilen von 0,2 bis 2% notwendig.
Holzpellets haben einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets ungefähr dem von einem halben Liter Heizöl.
Faustwert: 2 kg Pellets = 1 l Heizöl = 1 m³ Erdgas
Zur Zeit sind die europäische Norm EN 14961-2 maßgeblich.

Pellets sind im Vergleich zu fossilen Energieträgern fast CO2-neutral. Bei der Verbrennung von Holzpellets kommt es zu einem geschlossenen Kohlenstoffkreislauf, da nur die Menge an CO2 (Kohlendioxid) freigesetzt wird, die das Holz vorher beim Wachsen aufgenommen hat.
Bei der Verbrennung fossiler Energieträger wird Kohlendioxid freigesetzt, das über Millionen von Jahren gespeichert wurde. Dadurch erhöht sich der CO2-Gehalt der Atmosphäre und fördert damit den sogenannten Treibhauseffekt.
In einem Einfamilienhaus kann durch das Umstellen der Heizung von Heizöl auf Holzpellets der CO2-Ausstoß um rund 5 t/a reduziert werden. Sie können also einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Zudem ist der Energiebedarf für die Herstellung von Holzpellets äußerst gering und beträgt nur zwischen zwei und drei Prozent des Energiegehaltes der Pellets und somit in diesem Punkt der Gewinnung von fossilen Brennstoffen überlegen.

Für die Lagerung der Pellets benötigt man, abhängig vom Verbrauch, etwa den gleichen Platz wie für Heizöltanks.
Bei einer Kellerhöhe von 2 Metern benötigen Sie eine Fläche von ca. 1,5 m² pro Tonne Pelletsverbrauch. Für ein normales Einfamilienhaus benötigt man je nach Wärmebedarf ungefähr 4000 bis 5000 kg, also ca. 6 m² Lagerraum.
Außerdem besteht auch die Möglichkeit Pellets in Erdtanks oder Silos zu lagern, die sich außerhalb des Gebäudes, z.B. in der Garage befinden. Sollten Sie trotzdem nicht genügend Platz bereitstellen können, wird der Pelletsvorrat einfach zweimal im Jahr aufgefüllt.

Betriebssicherheit: Über 140.000 Anlagen sind bereits in Deutschland installiert worden. Diese Anlagen laufen sicher und problemlos.
Durch mehrere unabhängige Rückbrandschutzeinrichtungen werden Brände im Brennstofflager zuverlässig verhindert. Die Anlagen sind einfach zu bedienen und benötigen keine Überwachung. Gute Holzpelletskessel verfügen über eine automatische Reinigungseinrichtung für den Kesselkörper und müssen nur 1 x jährlich gewartet werden.
Versorgungssicherheit: In Deutschland gibt es eine flächendeckende Versorgung mit Holzpellets. Unter der Internetadresse www.carmen-ev.de findet man Hersteller und Pellethändler deutschlandweit nach Postleitzahlen sortiert.

Maßgeblich hängt der Aufwand von der derzeit installierten Heizung ab. Bei einer vorhandenen Ölheizung müssen die Tanks demontiert und entsorgt werden. Ein Pelletlagerraum wird meist an gleicher Stelle errichtet und mit dem Kessel verbunden.
Betreiben Sie derzeit eine Erdgasheizung muss ein geeigneter Lagerraum für den Pelletsvorrat eingerichtet werden. Oft bietet sich hier eine Erdtank- oder Silolösung an. Steht jedoch noch ein Kellerraum zur Verfügung kann auch dieser genutzt werden.
Hinzukommen kann eine notwendige Sanierung des Schornsteins. Der hohe Wirkungsgrad eines Pelletskessels erfordert ein feuchteunempfindlichen Schornstein. Dazu wird in einen gemauerten Schornstein ein Edelstahlrohr eingezogen. Die Kosten dafür sind von der Höhe des Schornsteins abhängig.